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Onkologie Landshut
Selbsthilfegruppen
Den Selbsthilfegruppen kommt eine besondere Bedeutung zu. Hier finden sich gleichermaßen betroffene Menschen zusammen, die im Rahmen der Gruppe ihre Erfahrung über die Erkrankung oder die Therapien austauschen können.

Selbsthilfegruppen können je nach Struktur sehr hohen informellen Wert besitzen. Auch können gut organisierte Selbsthilfegruppen häufig eine Art Familienersatz für den jeweils betroffenen Menschen sein. Allerdings ist eine Selbsthilfegruppe nicht für jeden Patienten der geeignete Informationsort, da für einige Patienten das Zusammentreffen mit gleich Erkrankten zu einer psychischen Belastung führen kann. Jeder Patient sollte sich mit einer Selbsthilfegruppe vor Ort in Verbindung setzen und durch einen Informationsbesuch austesten, ob er mit dieser Struktur zurecht kommt oder nicht.


Informationsmöglichkeiten für den Tumorpatienten
Informationsmöglichkeiten für den Tumorpatienten sind vor allem der behandelnde Onkologe und Hausarzt, Informationsbroschüren, die in allgemeinen in der onkologischen Praxis ausliegen. Eine zunehmende Bedeutung in der Informationsquelle stellt das Internet dar. Dies hat auf der einen Seite für den Patienten eine schnelle und umfassende Information, bildet auf der anderen Seite aber sehr häufig für den Patienten eine Überforderung. Im Internet kann nicht auf das einzelne Individuum eingegangen werden, sondern es werden nur durchschnittliche Zahlen wie z. B. In Bezug des Überlebens genannt, was nicht selten bei einem Patienten, der von einer entsprechenden Krankheit betroffen ist und sich im Internet informiert hat, zu massiven psychischen Krisen führen kann. Ein offenes Gespräch mit dem betreuenden Arzt kann häufig Abhilfe schaffen.


Onkologierelevante Regelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

Fahrtkosten
Fahrtkosten werden erbracht, wenn sie zur Erlangung einer Leistung GKV erforderlich sind. Welches Fahrzeug benutzt werden kann, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall. Dies gilt insbesondere für die Fahrten zur stationären Behandlung. Fahrten zur ambulanten Behandlung dürfen nur in Ausnahmefällen genehmigt werden. Eine solche Ausnahme stellen z. B. Serienbehandlungen wie Chemo- und Strahlentherapie dar. Fahrtkosten werden nur bis zur nächstgelegenen Behandlungseinrichtung erbracht. Ist die Behandlungseinrichtung nicht auf den „ersten Blick“ als nächstgelegen zu erkennen, so ist eine medizinische Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung ( MDK).

Beispiel: Ihre Praxis ist aufgrund der Erkrankung der Meinung, dass eine Bestrahlung in der Uniklinik in Regensburg zu einem besseren Ergebnis führt, als im örtlichen Krankenhaus, so benötigt der Patient eine ausführliche medizinische Begründung als Basis für die Entscheidung des MDK.

Pro Fahrt hat der Patient eine Zuzahlung von 10 % der Kosten zu erbringen. Die Untergrenze für diese Zuzahlung liegt bei 5,00 Euro und die Höchstgrenze bei 10,00 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten Patienten von der Zuzahlung befreit werden.

Zuzahlungsbefreiung
Zuzahlungen für Medikamente, Heilmittel, Hilfsmittel, Fahrtkosten und stationäre Aufenthalte sind vom Patienten jährlich nur bis zur Summe einer sogenannten „Belastungsgrenze“ zu erbringen. Diese Grenze liegt generell bei 2 % seiner Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Neben den sieben Einkunftsarten werden auch geldwerte Leistungen aus Übergabeverträgen, z. B. kostenlose Unterkunft berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Einkünfte und geleitsteten Zuzahlungen wird der Patient zusammen mit seinen im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen veranlagt. Die Einnahmen werden hierbei für den ersten Angehörigen um 15 % und für jeden weiteren um 10 % der jährlichen Bezugsgrößen verringert. Die Bezugsgrenze 2007 liegt in den alten Bundesländern bei 29.400, 00 Euro und 25.200,00 Euro in den neuen Bundesländern.

Für Patienten mit sehr geringem Einkommen gilt derzeit dennoch eine Mindestbelastungsgrenze von 83,03 Euro, auch wenn sich bei der Berechnung ein niedrigerer Betrag ergäbe. Wichtig ist für den Patienten, dass die einzureichenden Quittungen ihm und seinen Angehörigen eindeutig zugeordnet werden können.


Hilfsmittel
Vorrangig ist hier die Versorgung mit Perücken und Orthesen zu nennen.
Zum Bezug von Hilfsmitteln benötigt der Patient eine entsprechende Verordnung, welche er beim Leistungserbringer vorlegt (eine Vorlage bei der Krankenkasse ist zunächst nicht erforderlich).
Orthesen werden direkt vom Sanitätshaus bezogen, welches die Formalitäten mit der Krankenkasse abwickelt. Es ist eine Zuzahlung von 10 % zu entrichten
( bitte beachten Sie hierzu den Abschnitt zur Zuzahlungsbefreiung ).
Perücken können von manchen Leistungserbringern direkt mit der Kasse abgerechnet werden, während andere eine Rechnung an den Versicherten stellen. Solche Rechnungen können bei den Krankenkassen zur Erstattung eingereicht werden.
Die Erstattungssätze liegen für Frauen bei 260,00 Euro ( abzüglich 10 % Eigenanteil) und bei Männern bei 410,00 Euro. Es ist jedoch zu beachten, dass die Leistung bei Männern nur in seltenen Fällen in Frage kommen ( in der Regel nur von sehr jungen Patienten). Männern sollte deshalb gegebenenfalls zu einer vorherigen Beratung in der Krankenkasse geraten werden.


Rehabilitation
Die onkologische Rehabilitation nach § 31 SGB VI läuft über die gesetzliche Rentenversicherung. Die Anträge sind auch in den meisten Krankenkassen vorrätig.


Krankengeld
Patienten haben einen Anspruch auf Krankengeld ( KG ), wenn die Erkrankung sie arbeitsunfähig macht. Generell beginnt das KG nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Dies sind in der Regel sechs Wochen. Die Leistung beträgt 70 % des Bruttoarbeitsentgelts, jedoch höchstens 90 % des Netto. Bis zum Ablauf der Lohnfortzahlung sind Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auszustellen. Für das Krankengeld benötigt der Patient Auszahlungsscheine seiner Krankenversicherung. Die Zahlung erfolgt immer rückwirkend vom Tag, an dem der Schein abgestempelt ist, bis zum Tag, für den zuletzt eine Zahlung erfolgte. Während von der Rentenversicherung erbrachten stationären Aufenthalten ruht das Krankengeld zugunsten des Überganggeldes des Rentenversicherungsträgers.


Haushaltshilfe
Patienten, die den Haushalt aufgrund einer stationären Behandlung nicht weiterführen können, erhalten von der gesetzlichen Krankenversicherung Haushaltshilfeleistungen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt versorgt werden muss. Eine Leistung kommt nur zustande, wenn keine weiteren im Haushalt lebenden Personen, oder Angehörige bis zum zweiten Grad ( z. B. Oma, Tante, Geschwister ) einspringen können. Die Leistung kann durch professionelles Vertragspersonal erbracht werden. Für alle weiteren Haushaltshilfen erstattet die Krankenkasse 7,75 Euro der nachgewiesenen Auslagen pro Stunde.

Es werden maximal 62,00 Euro ( 8 Stunden ) täglich erstattet. Bei Ehegatten kann auch ein anteiliger Verdienstausfall geleistet werden. Die Zuzahlungen betragen10 % und liegen stets zwischen 5,00 Euro und 10,00 Euro am Tag. Eine Berücksichtigung bei der Zuzahlungsbefreiung ist möglich. Ist die Versorgung des Haushalts aufgrund einer ambulanten Behandlung, oder des Gesundheitszustandes  nicht möglich, so gibt es bei den Krankenkassen unterschiedliche Satzungsleistungen.